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Definitionen

Als Psychose bezeichnet man allgemein eine psychische Störung, bei der ein struktureller Wandel im Erleben des Betroffenen feststellbar ist. Psychosen werden nach ihrer Entstehungsursache in organische und nicht-organische Psychosen eingeteilt. Bei den organischen Psychosen gibt es reversible und irreversible Formen. Die häufigste Form der nicht-organischen Psychosen ist die Schizophrenie. Auch die Schizophrenie wird in verschiedene Subtypen unterteilt. Sie werden auch oft als schizophrene Psychosen bezeichnet. Kennzeichnend für schizophrene Psychosen ist ein Nebeneinander von gesunden und veränderten Verhaltensweisen und Erleben bei den Betroffenen.




Organische Psychosen

Die organischen Psychosen werden auch oft als körperlich begründbare Psychosen oder als exogene oder symptomatische Psychosen bezeichnet. Die Begriffsvielfalt trägt häufig zur Verwirrung bei. Zu den organischen Psychosen gehören die:

Akuten organischen Psychosen. Sie sind reversibel und unterteilen sich weiter in:

    Amentielles Syndrom: Das amentielle Syndrom kommt vor bei vaskulären Hirnerkrankungen bzw. Durchblutungsstörungen kleiner Blutgefäße im Gehirn, und bei Schädelhirntrauma. Als Schädelhirntrauma bezeichnet man Schädelverletzungen, bei denen auch das Gehirn betroffen ist, vgl. Demenz. Als Symptome können auftreten: Bewusstseinstrübung, Desorientierung, Denkstörungen, Ratlosigkeit, Ängstlichkeit und motorische Unruhe bis hin zu ausgeprägten Erregungszuständen.

    Delir oder Delirium: Vorkommen u.a. bei Vergiftungen, Infektionen. Als Symptome können auftreten: Bewusstseinsstörungen, Orientierungsstörungen, Halluzinationen vor allem optische, vegetative Störungen wie Schwitzen, Herzrasen, Tremor, innere Unruhe.

    Dämmerzustand: Vorkommen bei Epilepsie, nach Schädelhirntrauma, Vergiftungen. Als Symptome können auftreten: Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörung eventuell mit Desorientierung und nachfolgender totaler oder partieller Amnesie.

    Durchgangssyndrom: Das Durchgangssyndrom bezeichnet eine Form der organischen Psychose, die ohne Bewusstseinsstörungen oder Orientierungsstörungen auftritt. Je nach Schweregrad zeigen sich: Störungen der normalen Tätigkeit, Antriebsstörungen, Gefühlsverarmung, Verlangsamung aller psychischen Funktionen, Gedächtnisstörungen, Störungen der Affektivität, ausgeprägte Gedächtnisstörungen, Denkstörungen, Halluzinationen und Konfabulationen.

Chronische organische Psychosen. Diese Form wird auch vielfach als organisches Psychosyndrom bezeichnet. Sie sind irreversibel und sind unterteilt in:

    Frühkindliches exogenes Psychosyndrom: Damit ist ein frühkindlicher Hirnschaden bzw. eine organische Schädigung des zentralen Nervensystems zwischen dem sechsten Schwangerschaftsmonat und dem 3. bis 6. Lebensjahr gemeint.

    Hirndiffuses Psychosyndrom oder hirnorganisches Psychosyndrom in engerem Sinne.

    Hirnlokales Psychosyndrom. Als Symptome können auftreten: Bewusstseinsstörungen, Gedächtnisstörungen, Orientierungsstörungen, Ich-Erlebensstörungen, Wahn und Halluzinationen. Als Ursache finden sich Veränderungen im zentralen Nervensystem, die nicht rückgängig gemacht werden können. Diese Veränderungen können auf unterschiedliche Erkrankungen zurückgeführt werden.




Nicht-organische Psychosen

Bei den nicht-organischen Psychosen findet man auch oft den Begriff endogene Psychosen oder körperlich nicht begründbare Psychosen. Sie unterteilen sich wie folgt:

Affektive Psychosen:

    Psychotische Depression, Manie, manisch-depressive Erkrankungen.

Schizoaffektive Psychosen:

    Dieser Begriff wird für Formen der Psychose angewandt, bei der sich Symptome der schizophrenen und der affektiven Psychose mischen. Als Ursache werden umfangreiche komplizierte Geflechte körperlicher, seelischer und sozialer Faktoren diskutiert. Auch Stoffwechselstörungen und Störungen im Bereich der Neurotransmitter werden angenommen.

Schizophrene Psychosen (Schizophrenie) mit folgenden Subtypen:

    Paranoide Schizophrenie: Dieser Typ kommt besonders häufig vor und beginnt meistens zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Häufigste Beschwerden sind Wahn und akustische Halluzinationen. Oft nur geringe Minus-Symptomatik und Störungen der Psychomotorik. Unter einer Paranoia (paránoia, griechisch für parà = neben, daneben und noûs = Verstand) versteht man im Allgemeinen einen Verfolgungswahn.

    Hebephrene Schizophrenie: Früher Beginn zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr ist charakteristisch. Vorherrschend sind Minus-Symptomatik, Hypochondrie und affektive Störungen. Halluzinationen und Wahn kommen nur selten und geringfügig ausgeprägt vor.

    Katatone Schizophrenie: Diese Form der Erkrankung ist in den industiell entwickelten Ländern selten geworden. Sie äußert sich insbesondere in psychomotorischen Störungen, die sehr schwer sein können. Bei Katatonie mit Stupor, Hyperthermie und Elektrolytentgleisung kann der Zustand lebensbedrohend sein.

    Schizoides Residuum: Dieser Typ bezeichnet einen chronischen Zustand zwischen einzelnen akuten Schüben. Bleibende Beeinträchtigungen bestehen in sozialem Rückzug, Passivität, Antriebsverlust, emotionaler Abstumpfung. Es kann zu einer geringfügigen Beibehaltung von systematischen Wahnvorstellungen kommen.

    Schizophrenia simplex: Dieser Subtyp ist durch einen langsamen und schleichenden Beginn mit geringfügiger Symptomatik und chronischem Verlauf gekennzeichnet. Es kommt vorwiegend zur Minus-Symptomatik.



Gefahren im Bild der Öffentlichkeit

Wenn wir uns die Marktgesetze des Journalismus und die ewig gleichen Zutaten von "Psychothrillern" vergegenwärtigen, mag es für uns zwar irritierend und ärgerlich sein, dass psychisch Kranke in der Bevölkerung auf so viel Angst und Ablehnung treffen, überraschen dürfte uns dies jedoch eigentlich nicht. Ein Grund dafür, dass sich in der Bevölkerung der Stereotyp vom "gefährlichen und unberechenbaren Schizophrenen" so hartnäckig hält, dürfte auch die soziale Repräsentation der Schizophrenie sein.

Bei einer repräsentativen Umfrage wurde ermittelt, dass fast jeder dritte Bundesbürger die Vorstellung hat, bei der Schizophrenie komme es zu einer Spaltung der Persönlichkeit, einer Verdoppelung der Identität wie bei "Dr. Jekyll und Mr. Hyde". Das Krankheitsbild Schizophrenie wird demnach vielfach mit dem assoziiert, was Psychiater als "multiple Persönlichkeitsstörung" bezeichnen.
Gegenüber dem realen Leiden wird das Aussprechen des Wortes vielfach magisch vermieden; im politischen und journalistischen Bereich, aber auch bei Teenagern, die etwas "schizo" finden, ist der Begriff eine gängige Metapher der Abwertung und Distanzierung.



Psychosen - ein "allzu-menschliches Phänomen"

Menschen müssen im Unterschied zu anderen Lebewesen um ihr Selbstverständnis ringen. Es gehört zu unseren Fähigkeiten, an uns zu zweifeln, andere(s) zu bezweifeln und dabei auch zu verzweifeln, über uns hinaus zu denken und uns dabei zu verlieren.

  • Wer längere Zeit verzweifelt ist, ohne Halt und Trost zu finden, wer seine Gefühle nicht mehr mitteilen kann und nicht mehr aushält, kann depressiv werden. Oder, wenn er die Flucht nach vorne ergreift, manisch.
  • Wer sich selbst verliert, verliert auch seine Begrenzung und Abgrenzung zu anderen. Entsprechend verändert sich die Art, Dinge und Personen um sich herum wahrzunehmen. Die Gedanken werden sprunghaft statt logisch.

Dauert dieser Zustand an, sprechen wir von Psychosen. Wer psychotisch wird, ist also kein "Wesen vom anderen Stern", reagiert nicht menschen-untypisch, sondern "allzu menschlich".

"Psychose" ist ein Sammelbegriff für tiefe existenzielle Krisen, eine meist alle Lebensbereiche umfassende Verunsicherung. Subjektiv ist nichts mehr, wie es war, auch wenn sich vielleicht objektiv gar nicht viel verändert hat.
Stimmung, Lebensgefühl und Lebensenergie können wesentlich verändert sein, ohne dass die Art der Wahrnehmung, des Denkens und der Sprache beeinträchtigt ist. Dann spricht die Psychiatrie von "Affektiver Psychose".
Oder es ist eher umgekehrt: Die Sinneswahrnehmungen verselbständigen sich, das Denken wird sprunghaft und die Sprache unverständlich, ohne dass Stimmung und Energie damit automatisch verändert erscheinen. Das nennen Psychiater "Schizophrene Psychose", präziser und weniger belastend wäre "Kognitive Psychose".

Da Stimmung und Wahrnehmung zusammenhängen, erscheint diese Trennung künstlich. Letztlich ist jede Psychose anders und immer in ihrer individuellen Besonderheit, im sozialen Zusammenhang und mit all ihren subjektiven Bedeutungen zu betrachten. Nur so ist möglich, ansatzweise zu verstehen, wie ein Mensch dazu kommt, vorübergehend die Realität zu übersteigen, aus der Realität auszusteigen. Nur so kann auch eine therapeutisch tragfähige Beziehung entstehen, die Grundlage für jede Behandlung ist. Jede schematische Betrachtung führt zu "standardisierter" Behandlung. Die aber ist gerade bei Psychosen mit Sicherheit unangemessen. Psychose-Erfahrene spüren sehr genau und reagieren empfindlich, wenn man sie nicht als individuelle Person wahrnimmt und mit entsprechendem Respekt behandelt.

Psychose und Neurose

Sehr stark vereinfachend könnte man sagen: Neurosen sind Störungen in der Beziehung zu anderen, Psychosen Störungen in der Beziehung zu sich selbst. Doch das stimmt sicher nicht ganz. Denn zum einen wirkt die Beziehung zu sich immer auch auf die anderen, und umgekehrt. Außerdem ist es keineswegs so, dass Psychosen die Beziehung zur eigenen Person nur stören. Sie können auch dazu führen, eigene Seiten und Bedürfnisse neu, anders und vollständiger wahrzunehmen.



Affektive Psychosen - Veränderung von Stimmung und Energie

Wer verzweifelt ist, ohne Halt und Trost zu finden, wer seine Gefühle nicht mehr mitteilen und nicht mehr aushalten kann, kann depressiv werden. Oder, wenn er die Flucht nach vorne ergreift, manisch. Alles erscheint grau in grau oder man sieht und fühlt sich selbst auf rosa Wolken schwebend. Der Energiehaushalt ist eingefroren oder läuft auf Hochtouren, das Selbstbewusstsein ist auf ein Nichts zusammen geschrumpft oder allumfassend grenzenlos. Man traut sich gar nichts mehr oder alles.
Beide Zustände können alleine (als "unipolare" Störung) oder abwechselnd ("bipolare" Störung) auftreten. Beide Zustände wirken gegensätzlich und sind doch zwei Seiten derselben Medaille. Sie haben einen Bezug zu dem, was jeder als Stimmungsphasen aus dem Alltag kennt und sind doch in ihrer besonderen Qualität davon deutlich zu unterscheiden:

  • Depression ist nicht gleich Trauer. Wer wirklich trauert und dabei Halt findet, braucht nicht depressiv zu werden. Wer depressiv wird, ist verzweifelt traurig. Er trauert und versucht zugleich der Trauer zu entkommen. Er flieht in eine Leere, in eine Distanz von sich selbst, die freilich die eigene Verzweiflung um so mehr nährt, je größer der Abstand wird.
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  • Manie ist nicht gleich Glück. Wer wirklich glücklich ist, wem das Leben glückt, der braucht nicht manisch zu werden. Wer manisch wird, ist verzweifelt glücklich. Er sucht das Glück, wo er es nie finden wird - weit weg von sich selbst. Die eigene Anstrengung geht dabei so sehr über alle Kräfte, dass die anfängliche Euphorie bald der Angst weicht und die Verzweiflung immer größer wird.

Beide Zustände können sich geradezu wechselseitig bedingen. Wer eine Manie voll auskostet, kann sich und seine Angehörigen dabei in eine so umfassende Erschöpfung bringen, dass der Absturz in die Depression wie von selbst nachfolgt. Umgekehrt kann eine Depression so tief und uferlos empfunden werden, dass als Weg nach draußen, nur die Flucht nach vorne bleibt.

Gemeinsam ist beiden Zuständen, dass meistens der Schlaf deutlich gestört ist, mit dem Unterschied, dass Schlaflosigkeit in der Depression als sehr quälend empfunden wird, während in der Manie das Schlafbedürfnis ohnehin erheblich reduziert ist. Ebenfalls in beiden Phasen verändert ist das Zeitgefühl. In der Depression herrscht ein Gefühl von ewigem Stillstand; die aktuelle Not hat kein Ende. Gute Erfahrungen aus früherer Zeit oder Hoffnungen auf die Zukunft sind unzugänglich. Oder die Zeit läuft einem davon, man fühlt sich gelähmt und gleichzeitig gehetzt. In der Manie scheint alles gleichzeitig möglich. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen so, dass eine realistische (Selbst-) Einschätzung kaum noch gelingt.



Kognitive Psychose/Schizophrenie - Veränderung von Wahrnehmung und Denken

Wer sich in Krisen selbst aus dem Blick verliert, wer keine Orientierung mehr hat, verliert auch leicht seine Abgrenzung zu anderen. Die Art und Weise, Dinge und Personen wahrzunehmen, kann sich verändern. Die Gedanken können sprunghaft statt logisch werden.

Im Unterschied zu den affektiven Psychosen sind bei schizophrenen Psychosen vor allem die Wahrnehmungen, die Sprache und das Denken verändert. Man spricht deshalb auch von kognitiven Psychosen. Diese Bezeichnung hat den Vorteil, dass sie historisch nicht so belastet ist; denn in der Zeit des Nationalsozialismus wurden Menschen mit der Diagnose Schizophrenie als lebensunwert betrachtet und umgebracht. Diese grausamen Verbrechen der damaligen Psychiatrie beeinflussen das öffentliche Bild bis heute.

In einer eher kognitiven psychotischen Krise sind Geräusche oder Stimmen zu hören, Bilder zu sehen oder seltener, Berührungen auf der Haut zu spüren, ohne dass es dafür einen entsprechenden Reiz gibt. Das bedeutet nicht, dass die Sinnesorgane beschädigt sind. Vielmehr trägt das Gehirn, das alle Wahrnehmungen transportiert, die Verantwortung für diese Eigendynamik der schillernden Bedeutungen. Es setzt sozusagen innere Impulse (unbewusste Erinnerungen, Gefühle, Spannungen, Hoffnungen und Befürchtungen) in Außenreize um. Es tut das vor allem dann, ...

  • wenn von außen entweder zu wenig Reize ankommen (z. B. aufgrund von sozialer Isolation und bei Schwerhörigkeit) oder zu viele Informationen auf einmal das Fassungsvermögen sprengen, und
  • wenn in Krisenzeiten aus dem Unbewussten zu viele Eindrücke auf einmal ins Bewusstsein drängen, so dass unsere Verdrängungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten (Bedenken, Vergessen, Träumen) nicht ausreichen.

Veränderungen im Denken und in der Sprache hängen damit zusammen. Das Denken ist weniger logisch, weniger "folgerichtig", eher sprunghaft und assoziativ kreativ; die Sprache ist weniger selbstverständlich, sondern entweder eingeschränkt (Wortwiederholungen, Kreisen um bestimmte Begriffe) oder erweitert (kreative Neuschöpfungen).
Selbstverständlich hängen Stimmung und Wahrnehmung zusammen. Affektive und kognitive Veränderungen beeinflussen sich gegenseitig. Wer depressiv ist, sieht "schwarz", wer hochgestimmt ist, sieht alles durch eine "rosarote Brille". Umgekehrt können affektive Veränderungen Auslöser von schizophrenen Psychosen sein oder auch deren Folge.




"Normal" und "besonders"  fließende Übergänge

Hinsichtlich Ausmaß, Dauer und Häufigkeit von psychotischen Symptomen gibt es alle Abstufungen und Schattierungen. Niemand ist nur krank oder nur gesund. Das lässt sich am besten nachvollziehen, wenn man sich das andere Extrem verdeutlicht:

  • Eine immer gleichbleibende Stimmungslage, ein immer gleicher Aktivitätspegel und eine immer gleiche Wahrnehmung der selben Dinge ist kaum vorstellbar und wenn überhaupt möglich, extrem langweilig. Fast alle Menschen kennen nicht nur momentane Schwankungen, vor allem auch lange andauernde kreative Schaffensphasen und Zeiten, die von irrealen Selbstzweifeln geprägt sind. Das dringt nicht immer nach draußen. Werbung und Kultur zeichnen ein anderes Bild, wie die Menschen sein sollen. Ewig jung, ewig aktiv und penetrant schön. Wer sich einmal im Freundeskreis outet, hört von vielen schweren Krisen und kaum nachvollziehbaren Zuständen. Es macht keinen Sinn, alle Abweichungen von der Norm als Vorstufe von Krankheit anzusehen.
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  • Auch bezogen auf unsere Wahrnehmungen und unser Denken kann man sich von einem grundsätzlichen philosophischen Standpunkt aus nur wundern, wie selbstverständlich wir bestimmten Begriffen und Beobachtungen eine allgemeingültige Bedeutung zuordnen, obwohl doch jeder einzelne Mensch ganz persönliche, höchst unterschiedliche Erfahrungen damit verbindet. Über weite Strecken funktioniert unsere Verständigung auf dieser Basis erstaunlich gut. Aber jeder kennt auch aus gesunden Zeiten, dass bestimmte Wörter, Begriffe, Farben oder Bilder plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen können sei es durch eine besondere künstlerische Darstellung, eine literarische Verarbeitung oder einen schlechten Traum.

Die Veränderung von Stimmung, Wahrnehmung und Denken allein ist also nicht unbedingt etwas Bedrohliches. Doch können die Veränderungen so weit gehen, dass alle Selbstverständlichkeit aufgehoben erscheint und der einzelne Mensch, seine Familie und seine Umgebung nur selten damit alleine fertig werden.
Wie viel Besonderheit wir integrieren können, hängt nicht nur von den Erfahrungen jedes einzelnen ab, sondern auch von der Kultur, in der wir leben und von dem Menschenbild, das wir haben. Hier ist es wenig hilfreich, wenn die Psychiatrie ein sehr enges Bild von Normalität vertritt und immer eiliger und sehr formal Spielarten des Seins als krank bezeichnet.







Thesen zum Verständnis von/für Psychosen

Es gibt keine eindeutige allgemeingültige Erklärung für Psychosen. Sicher ist, dass alle Erklärungen, die nur eine einzige Ursache verantwortlich machen, zu kurz greifen, egal, ob sie nun biologischer, sozialer oder psychologischer Natur sind. Alle Versuche der Wissenschaft, das komplexe Geschehen auf eine einzige Ursache zu reduzieren, haben deutlich mehr Schaden als Nutzen gebracht.

Das gilt für die sogenannte "schizophrenogene" Mutter ebenso wie für den Hirnstoffwechsel. Schizophrenie ist mehr als eine Hirnstörung! Insgesamt werden so viele Menschen in so verschiedenen Situationen und Kulturen psychotisch, dass man davon ausgehen muss, dass es zur menschlichen Möglichkeit gehört und vermutlich immer gehören wird, in Krisen die Realitätsebenen zu wechseln und gedanklich oder stimmungsmäßig aus sich selbst herauszutreten.

Vielleicht sollten wir also weniger versuchen, Psychosen ein für allemal zu erklären, als im Einzelnen und Besonderen zu verstehen. Die folgenden Thesen sollen helfen, Psychosen selbstverständlicher zu sehen, ohne sie zu verharmlosen:

Jede Psychose ist einzigartig

Jede Psychose ist anderes und erzählt eine eigene Geschichte. Sie ist immer ein individueller Vorgang, der nur mit subjektiven Deutungen und im sozialen Zusammenhang zu verstehen ist. Diagnosen mögen für die professionelle Verständigung wichtig sein - sie sollten aber nicht neue "Tatsachen" schaffen. Diagnosen dürfen nicht dazu verführen, nur noch eine allgemeine Krankheit und nicht mehr einen unverwechselbaren Menschen zu behandeln.

Psychosen sind in jedem Menschen angelegt

Die Möglichkeit, psychotisch zu werden, trägt jeder Mensch in sich. Je nachdem, wie dünnhäutig oder dickfellig jemand ist, braucht es mehr oder weniger Stress, Reizüberflutung oder Isolation, um eine Psychose auszulösen. Doch niemand kann sicher davor sein. Eine Ahnung vom psychotischen Erleben kann jeder von uns bekommen, wenn wir ans Träumen denken oder an bestimmte Zeiten kindlicher Wahrnehmung.

Psychose und Traum

Psychosen haben manche Ähnlichkeit mit Träumen. Unbewusstes bricht sich Bahn. Wünsche und Ängste mischen sich. So wie es Wunsch- und Alpträume gibt, so gibt es auch Wunsch- und Angstanteile in Psychosen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass wir im Traum durch den Schlaf geschützt sind. Doch auch im Wachzustand haben wir alle schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Rückgriff auf kindliche Wahrnehmung?

Wenn ein Kind mit zwei oder drei Jahren die ganze Welt "egozentrisch" wahrnimmt, alle Spannungen auf sich bezieht, sprechen wir von einem notwendigen Entwicklungsstadium. Bei einem Erwachsenen sprechen wir von einer paranoiden Psychose. Der Rückgriff auf eine Durchgangsform kindlicher Wahrnehmung könnte demnach auch einen entwicklungspsychologischen Sinn haben.

Krisen und Risiken

Psychosen werden meist in Phasen ausgelöst, die für jeden Menschen kritisch sind. Krisen sind jedoch im Leben unvermeidbar. Gemeint sind Phasen, in denen man sich neu "verorten" muss, biographische Krisen wie die Loslösung vom Elternhaus, die Bindung an einen Partner, die Geburt eines Kindes, der Eintritt ins Berufsleben, sowie alle Formen der Trennung u.v.a. Solche Phasen bringen für jeden Menschen eine tiefe Verunsicherung des eigenen Selbstbildes und die Notwendigkeit, sich neu zu finden. Sie können aber von Menschen, die zu Psychosen neigen, als existentiell bedrohlich erlebt werden.
Das Ziel einer Behandlung kann nicht sein, Krisen dieser Art um jeden Preis zu vermeiden und ein risikoloses und damit weitgehend farbloses Leben zu verordnen. Vielmehr gilt es, mit Psychose-Erfahrenen langfristige therapeutische Beziehungen zu entwickeln, die in Krisen schnell erreichbar und abrufbar sind.

Menschheits-Themen

Nicht nur die Anlässe, auch die grundlegenden Themen der meisten Psychosen spiegeln menschliche Grundkonflikte: z. B. das schwierige Ringen um eine unverwechselbare Eigenheit, die Gratwanderung zwischen dem Angewiesensein auf andere Menschen und einer unvermeidlichen Einsamkeit, die Balance von Nähe und Distanz, die Orientierung in einer zunehmend unübersichtlichen Welt, die Auseinandersetzung mit Endlichkeit und Transzendenz usw.
In der Regel haben sich Spannungen über eine lange Zeit aufgebaut. Oft sind Erwartungen anderer mit der eigenen Wirklichkeit nicht vereinbar, passen Selbst- und Fremdbild nicht zusammen. Manchmal passen Einflüsse aus fernerer Vergangenheit (frühere Generationen, Rituale, Normen) nicht zu den tatsächlichen oder vermeintlichen Anforderungen der Gegenwart oder zu den Befürchtungen und Erwartungen an die Zukunft. Dünnhäutige Menschen werden von diesen Themen und Konflikten mehr gebeutelt als andere. Aber es tut ihnen gut, wenn wir nicht von vorne herein die hintergründigen Konflikte, Themen und Spannungen als krank betrachten und behandeln, sondern eine Verbindung zu eigenen Lebensthemen zulassen.

Von Natur aus verschieden?

Je empfindsamer ein Mensch ist, desto eher kann er in Krisen "außer sich geraten". Dünnhäutig kann man werden, z. B. durch besondere Belastungen oder durch ausbleibende Bestätigung. Dünnhäutig kann man aber auch von Natur aus sein. Selbstverständlich sind wir Menschen von Geburt an verschieden dünnhäutig oder dickfellig. Und es wäre merkwürdig, wenn Vererbung dabei gar keine Rolle spielen würde. Doch inzwischen ist auch hier die Wissenschaft gezwungen und in der Lage zu differenzieren:
Vererbung bedeutet nicht die Festlegung eines Menschen. Vielmehr können sogar die Gene schlummern oder wach sein. Durch eine besondere Belastung in einer bestimmten Situation können Sie aktiviert und in ihrer Wirksamkeit "geweckt" werden. Die Psychose selbst wird mit Sicherheit nicht vererbt.

Dünnhäutigkeit in beide Richtungen

Eine schizophrene Psychose ist zu verstehen als ein Zustand extremer Dünnhäutigkeit mit dem Risiko der Überflutung durch Wahrnehmungen von Außen und Impulsen von Innen und der Flucht in eine andere /eigene Realität als Schutz. Diese Durchlässigkeit gilt in beide Richtungen.
Inneres dringt ungehindert nach Außen und nimmt als Vision oder Stimme Gestalt an. Reale äußere Reize, Spannungen und Konflikte, die wir im "normalen" Zustand filtern und verdrängen, treffen ohne jede Abwehrchance ins Innere. In der Regel kann/sollte Therapie sich nicht mit dem Herstellen eines dickeren Fells begnügen.
Sie darf sich bei der Analyse angstauslösender Reize nicht von vorneherein auf das Innenleben beschränken - mit der Gefahr alles zu "psychologisieren" - sondern muss auch die Gefahren des realen Lebens ernstnehmen.

Körper als Spiegel der Seele

Bei allen tiefen Gefühlen, und sicher auch bei existentiellen Krisen von psychotischen Ausmaßen ist der Körper auf vielen Ebenen beteiligt. Herzfrequenz, Blutdruck, Hirnstoffwechsel u. a. reagieren auf Belastungen verschiedenster Art. Bei anhaltenden Krisen können alle diese Systeme eine Eigendynamik entwickeln:
Der Bluthochdruck kann zu einem Dauerzustand werden, die Veränderungen des Hirnstoffwechsels können einen Menschen für Reizüberflutung anfälliger machen. Wie eine Art "biologische Narbe". Die körperlichen Veränderungen sind also in der Regel nicht die Ursache, sondern gewissermaßen aus dem Ruder laufende körperliche Selbsthilfesysteme. Deshalb ist ein zu enger Krankheitsbegriff irreführend, die Alleinzuständigkeit der Körpermedizin falsch. Gegen die Eigendynamik des Körpers können Medikamente jedoch hilfreich sein.
Psychosen deshalb als rein körperlich bedingt zu betrachten ist unangemessen, nicht zu Ende gedacht und zudem wenig hilfreich. Menschen, die sich und ihre Psychose vollständiger wahrnehmen und umfassender verstehen wollen, werden so in die Ablehnung von Medikamenten (Non-Compliance) getrieben, auch wenn diese eine begrenzte Hilfe sein könnten.

Aktives Handeln

Die verschiedenen therapeutischen Schulen haben sich im Sinne eines kleinsten gemeinsamen Nenners auf die Vorstellung geeinigt, Psychosen seien multifaktoriell bedingt. Verschiedene Faktoren kommen zusammen und bringen eine Psychose hervor. Diese Sichtweise verkennt, dass immer auch aktives Handeln beteiligt ist.
Der Mensch ist kein Ding. Auch die Psychose ist nicht nur bedingt, sondern zugleich immer auch Ausdruck, eines aktiven Handelns, eines aktiven Ringens mit sich selbst, mit bestimmten Widersprüchen und widrigen Umständen. Das Selbst bleibt gewissermaßen erhalten und funktioniert weiter, aber auf einem anderen existentiellen Niveau. Inzwischen wird diese Position von den verschiedensten therapeutischen Schulen gestützt, bleibt in der Praxis aber dennoch häufig unbeachtet.



Besondere Aspekte von Manie und Depression

Während bei kognitiven/schizophrenen Psychosen oft das Selbstgefühl verändert ist, können Depressionen und Manien vor allem Ausdruck eines unzureichenden Selbstwertgefühls sein. Auf dem Hintergrund eines vielleicht ohnehin geringen "Grundkapitals an Selbstbewusstsein" führen zusätzliche Kränkungen und Misserfolge in Verbindung mit meist überhöhten Anforderungen und Erwartungen in die Depression.
Die Depression selbst beschleunigt dann noch den Teufelskreis von Selbstentwertung. Aber auch im Hochgefühl der Manie wird das Selbstwertgefühl nicht wirklich genährt, die Selbstabwertung geschieht nur verzögert und oft erst vermittelt durch die negativen Reaktionen der Umgebung.

Eigene Maßstäbe

Menschen, die in diesem Sinne zu Extremen neigen, sind in der Regel nicht zu wenig, sondern zu viel von einengenden Normen geprägt und fühlen sich fremden Erwartungen ohnmächtig ausgeliefert. In Depressionen ist das offenkundig. (Das "Über-Ich" scheint das Ich zu erdrücken.) Doch entgegen dem Anschein haben auch Menschen, die zu Manien neigen, die herrschenden sozialen Normen meist eher zu tief verinnerlicht.
Manische Menschen stellen die Normen manchmal in provozierender Weise in Frage, meist jedoch, ohne sie wirklich aufgeben zu können. (Das Über-Ich scheint außer Kraft gesetzt, doch das Ich kann den Raum nicht füllen.) Auch manische Menschen brauchen Ermutigung, ihre unkonventionellen Seiten im Normalen zu integrieren, statt sie immer nur für die Manie aufzuheben.

Schutzmechanismen

Beide Zustände (Manie und Depression) bedeuten nicht nur Störung, sondern zugleich, wenn auch nur vorübergehend und unzureichend, eine Stabilisierung des inneren emotionalen Gleichgewichts.
Die Manie entlastet, indem sie fremde Erwartungen und eigene Normen durchbricht, vor allem aber die eigene Angst davor, abwehren hilft - allerdings um einen hohen Preis, weil diese Abwehr auf Dauer nicht gelingen kann.
Die Depression schützt, indem sie Verzweiflung bindet, gewissermaßen einfriert und zugleich der Umsetzung von Selbsttötungsabsichten eine innere Lähmung entgegensetzt. Alle Schlechtigkeiten der Welt im Inneren vorwegzunehmen, ist ein depressionstypischer Teufelskreis. Das eigene Scheitern permanent selbst zu organisieren und zu beweisen, erweckt zumindest den Anschein von Souveränität.

Biologische Narben

In affektiven Psychosen stehen psychische Eindrücke, biografische Erfahrungen und Hirnstoffwechsel in einer komplizierten und subtilen Wechselwirkung. Veränderungen des Hirnstoffwechsels sind nicht ursächlich und nicht allein für die extremen Stimmungsschwankungen verantwortlich zu machen. Sie beruhen vielmehr auf nachhaltigen psychischen Erfahrungen. Allerdings können Veränderungen im Hirnstoffwechsel die Empfindlichkeit für Kränkungen zusätzlich erhöhen. Insofern kann es sinnvoll sein, Medikamente zur Entlastung einzusetzen. Die eigene biografische Erfahrung und das eigene psychologische Selbstverständnis werden dadurch keineswegs bedeutungslos.

Chancen

Auch bei der affektiven Psychose kommt es auf eine psychotherapeutische Einbettung einer möglichen medikamentösen Behandlung an. Nur die Symptome schnellstmöglichst zu beseitigen, ist für alle Seiten verführerisch, greift aber zu kurz und lässt auch Chancen ungenutzt.

  • Nicht allein, ob jemand aus der Depression wieder auftaucht, ist entscheidend, sondern auch, wie er es tut.
  • Nicht allein, ob jemand nach einer Manie wieder landet, ist entscheidend, sondern auch, was er dabei für ein besseres Verständnis von sich selbst mitnimmt.

Insofern ist es wichtig, den Weg durch die Depression zu begleiten und auch diese schreckliche Zeit zu nutzen, soviel über sich zu erfahren, dass neue Depressionen möglichst unnötig werden. Bei guter Begleitung und Nachsorge kann man in wenigen Wochen Manie mehr über sich selbst erfahren, als durch jahrelange Psychotherapie.
Oft gelingt das nicht im ersten Anlauf, vielleicht auch nicht in der akuten Zeit. Eine längerfristige Begleitung in psychotherapeutischen Gruppen kann aber, allein schon durch die Gegenwart der jeweils verdrängten anderen Seite, die Tendenz zur Mitte stärken und die Reflexion über sich selbst fördern.



Umgang mit Psychosen

Psychosen gehören zum menschlichen Repertoire, verweisen auf die "Brüchigkeit" unseres Daseins, sind "allzumenschlich". Doch das darf nicht bedeuten, sie zu verharmlosen. Die Spannweite der Möglichkeiten, wie Menschen sein und fühlen können, ist "irrsinnig" groß. Auch das unterscheidet uns von anderen Lebewesen.

  • Eine psychotische Depression kann bis zu einem Zustand tiefer Lähmung und bis zur Selbsttötung führen.
  • Eine Manie kann große Verzweiflung und Scham hinterlassen und lange gewachsene soziale Bindungen tief verstören.
  • Eine kognitive bzw. schizophrene Psychose kann in eine tiefe nachhaltige Verwirrung führen und eine große Orientierungslosigkeit bewirken bzw. sie verdeutlichen.

Wenn Menschen in eine tiefe existenzielle Krise geraten, sind alle Ebenen des Lebens berührt. Seele, Körper und soziale Situation sind so eng verflochten, dass es oftmals müßig erscheint, Ursachen und Folgen voneinander zu trennen. Zugleich kann es bei einer Psychose auf allen drei Ebenen zu einer gewissen Eigendynamik kommen:

  • Das Individuum verändert in seiner Psychose seinen Bewusstseinszustand ohne Drogen, um einer Belastung, Krise, Überforderung vorübergehend zu entkommen, findet dann aber unter Umständen nicht ohne Weiteres in die Realität zurück.
  • Das familiäre und soziale System wird möglicherweise in einen Strudel der Verunsicherung hineingezogen, so dass es, um weiter hilfreich zu sein, der Unterstützung bedarf.
  • Der Körper, vor allem der Hirnstoffwechsel, reagiert auf die psychische Belastung, macht dabei aber unter Umständen für neuen Stress noch empfindlicher.

Hilfe muss alle drei Ebenen beachten, muss Psycho-, Sozio- und Pharmakotherapie verbinden. Unser Hilfesystem aber ist einseitig biologisch ausgerichtet: Medikamente werden gegeben ohne gleichzeitige und selbstverständliche (psycho-) therapeutische Bindung über ausreichend lange Zeit. Die Familien werden allein gelassen. Ein der Situation angemessenes Psychoseverständnis bleibt unberücksichtigt.
Gleichzeitig formuliert unsere Kultur einen unbarmherzigen Anspruch an Leistung, Jugend und Schönheit. Gefühle werden in Talkshows entwertet. Reizüberflutung wird zum Massenphänomen. Persönliche und familiäre Dramen sind nicht mehr selbstverständlich. Für innere Vielfalt und Toleranz gibt es keine Sprache. Und gesellschaftliche Instanzen, die Orientierung bieten, sind kaum mehr in Sicht.
Eine Medizin/Psychiatrie, die immer pathologischer denkt und auf ausschließlich pharmakologische Hilfe setzt, ist keine langfristig tragfähige Hilfe. Diese Entmächtigung aber ist es, die viele Psychose-Erfahrene in zusätzliche Verzweiflung und bis in den Tod treibt.



Hilfen im Dialog

Fragt man psychose-erfahrene Menschen, was sie in akuten Krisen brauchen, oder im Nachhinein, was zur Genesung beigetragen hat, so sind scheinbar unbedeutende Dinge wichtig:
Authentische also selbstverständliche bzw. das "normale" Selbstverständnis fördernde Erlebnisse, Erfahrungen von Normalität, Zeit, Ruhe, Geduld sowie Rückzugsraum. Gewohnheiten und Eigenarten, die den "Eigen-Sinn" fördern, z.B. Träume, Tagebücher, Naturerlebnisse. Angehörige und Freunde, die zu einem halten, Menschen, die einfach nur da sind.
Hilfe muss ganzheitlich sein, im gewohnten Lebensumfeld ansetzen, sich auf die vorhandenen Ressourcen beziehen und sich vor allem auf eine verlässliche langfristige Begleitung stützen.

Gegenüber sein

Wer in eine existenzielle Krise gerät, braucht einen Menschen gegenüber, um sich wieder zu orientieren und sich in anderen zu spüren und zu spiegeln. Wenn dieses Gegenüber einen weißen Kittel trägt und nicht mehr als eine Pille für nötig hält, dann spiegelt sich im anderen ausschließlich Krankheit. So wird etwas verfestigt, was eigentlich aufgelöst werden soll.
Eine Medikation kann hilfreich sein, aber nur im Kontext einer tragfähigen Beziehung, die Selbstwahrnehmung und Selbstverständlichkeit (wieder) zulässt, die es ermöglicht, sich wieder ganz zu spüren, Verunsichertes zumindest zu benennen und Erwartungen neu anzupassen. Wer als Therapeut die Bedeutung von Stimmen, Bildern und Halluzinationen ausklammert, vertieft die innere Abspaltung von Erleben, statt sie überwinden zu helfen.
Ob und wie eine Hilfe (auch eine medikamentöse) wirkt, das entscheidet sich im Inneren eines Menschen, hängt also sehr davon ab, wie weit sich dieser Mensch als ganze Person wahrgenommen und unterstützt fühlt. Viele irren lange durch das Versorgungssystem, bis sie endlich in einer tragfähigen therapeutischen Beziehung "andocken" können.

Unterstützung der Familie

Das gilt auch für die engsten Verwandten und Vertrauten, vor allem für die Familie - die Ursprungsfamilie und/oder die eigene Familie. Auch sie brauchen Unterstützung, um ihre Ressourcen zu erhalten bzw. weiter zur Verfügung stehen zu können. Um weiter selbstverständlich da zu sein und nicht in den Strudel der Verwirrung hineingezogen zu werden.
Die Familie zu unterstützen, sie therapeutisch einzubeziehen, heißt also nicht, sie ihrerseits zum Patienten zu machen. Vielmehr gilt es, familiäre und klinische, private und öffentliche Ressourcen wahrzunehmen und zu verknüpfen.

Therapie als Supervision von Eigenbalance

Auch nach Ausbruch einer Psychose finden individuelle Versuche statt, sie auszubalancieren, ihr gegenzusteuern. Dies geschieht immer schon vor jeder professionellen Hilfe und hört nie auf. Eine Hilfe, die an der Eigenbalance anknüpft, sie ernstnimmt und stützt bzw. im Sinne einer "Supervision von Eigenhilfe" aus Sackgassen herausgeleitet, hat die besten Chancen, unnötige Nebenwirkungen zu vermeiden.
Zu beachten ist dabei, dass Nebenwirkungen durch jede Therapie gesetzt werden, keineswegs nur durch Medikamente. Selbst in der akutesten Psychose gibt es Inseln der Klarheit. Bereiche, in denen psychische Vorgänge weitgehend normal ablaufen. Diese Inseln gilt es zu orten, vorsichtig zu betreten, zu festigen und zu erweitern. Nicht zuletzt fordert auch die Hirnforschung dazu auf, Halluzinationen inhaltlich ernst zu nehmen, und die physiologisch blockierte Wiederaneignung von Erlebnissen psychotherapeutisch zu unterstützen.

Ökologische Bedingungen

Im Zustand akuter Verwirrung wünschen Psychose-Erfahrene vor allem Ruhe und Zeit, einen gemütlichen Raum und eine tragende Atmosphäre sowie therapeutische Präsenz eines wohlwollenden Menschen, der nicht zu nahe kommt und nicht zu viel will und tut.
Damit ist ungefähr das Gegenteil dessen beschrieben, was traditionelle Aufnahmestationen bieten. Ein solches Milieu kann Krisen entdramatisieren helfen. Das zeigen die Erfahrungen mit außerklinischer Krisenintervention in "Soteria"-Krisenhäusern und in häuslicher Umgebung.

Beziehung wichtiger als Technik

Die Erfahrungen der verschiedenen therapeutischen Schulen zeigen im Umgang mit Psychose-Erfahrenen eine wechselseitige Annäherung und Besinnung auf das Wesentliche.
Eine flexible, in stabilen Zeiten auch niederfrequente, in Krisen aber schnell verfügbare, dichte und lebensfeldorientierte Hilfe ist notwendig. Dabei werden strukturübergreifende Angebote immer wichtiger, auch deshalb, weil die immer kürzer werdende Verweildauer eine abgeschlossene Spezialisierung der stationären Bereiche zunehmend unsinnig erscheinen lassen.

Symptombeseitigung kein Selbstzweck

Die Ziele der Behandlung müssen gemeinsam bestimmt werden. Symptome zu beseitigen kann und darf nicht das einzige Bestreben sein. Oft ist ja gerade dieses Ziel nicht oder nur auf Umwegen zu erreichen oder auch in dieser Absolutheit fragwürdig. Notwendig ist eine feine Abstimmung mit dem Patienten:
Welche Stimmen sind leichter zu ertragen als die neuroleptischen Nebenwirkungen, welche sollen zumindest leiser werden und welche erfordern unsere volle psychotherapeutische Aufmerksamkeit? Nur der Dialog führt zu einer angemessenen Balance zwischen symptomorientierten und verstehenden Verfahren.

Rückfallvermeidung kein Selbstzweck

Psychosen hängen mit Krisen zusammen. Krisen sind aber nicht um jeden Preis zu vermeiden. Jedenfalls macht es keinen Sinn, Psychose-Erfahrene zu einem risikolosen und damit armen Leben zu "verdonnern" - und sie damit in die Non-Compliance oder in die Depression zu treiben. Auch ständig auf Frühwarnzeichen zu achten, kann das Leben vermiesen. Notwendig ist eine gesunde Mischung von Fehlerfreundlichkeit und Krisenbegleitung.

Verstehender Zugang

Ein eigenes, subjektiv passendes Verständnis von Psychosen ist nur individuell und durch intensive Auseinandersetzung zu erarbeiten. Die sogenannte Krankheits-Uneinsichtigkeit ist kein Symptom, sondern bedeutet die Ablehnung einseitiger, unmenschlicher Krankheitskonzepte. Fremdes als Eigenes in das Leben integrieren zu lernen, Ausgrenzung selbstbewusst zu begegnen und Gesundes im Kranken zu entdecken, ist für die meisten ein langfristiger Weg.

Niemand ist nur krank

Nicht jede Nonkonformität, nicht jede unangenehme Eigenart ist zur Krankheit zu zählen. Die Gefahr der Hospitalisierung beginnt nicht erst mit der Unterbringung im Krankenhaus, sondern mit der falschen Zuordnung von Eigenschaften zur Krankheit. Auch und gerade psychisch kranke Menschen sollten so weit wie irgend möglich die Verantwortung für ihr Tun und Lassen behalten dürfen, auch wenn ihr Tun gelegentlich exzentrisch anmutet, ihre Lebensentwürfe manchmal ungewöhnlich sind.
Es macht keinen Sinn, für jede Normabweichung neue Krankheiten zu kreieren. Gerade die zunehmenden, vielfältigen Möglichkeiten von Prävention und Behandlung erfordern ein offenes Menschenbild und ein Krankheitsmodell, dass den psychisch kranken Menschen in seiner Selbstwahrnehmung stützt. Gerade psychose-erfahrene Menschen können gleichzeitig und gerade deshalb eigenwillige außergewöhnliche Persönlichkeiten sein.






Stellenwert der Psychopharmaka-Therapie

Ähnlich wie das Fieber in der somatischen Medizin Entzündungen anzeigt, stehen Psychosen für innere Konflikte. Und so wie wir fiebersenkende Mittel nicht sofort und um jeden Preis einsetzen, sollten wir auch mit Neuroleptika vorsichtig sein. Veränderungen im Hirnstoffwechsel sind nicht die alleinige Ursache von Psychosen; aber sie können Psychosen begleiten und zusätzlich zur Reizüberflutung beitragen. Die körperlichen Veränderungen stehen im psychischen Zusammenhang und können eine Eigendynamik entfalten.

Auf diesem Hintergrund sind Psychopharmaka nüchtern zu betrachten. Sie können Psychosen nicht ursächlich heilen, aber sie können Veränderungen im Hirnstoffwechsel kompensieren helfen, um so vor Reizüberflutung zu schützen oder dem biologischen Teufelskreis der Depression entgegenzuwirken. Eine solche, nüchterne Betrachtung erlaubt es auch denen Medikamente zu nehmen, die auf ein umfassendes Verständnis ihrer Person und ihrer Krise Wert legen. Sie verpflichtet umgekehrt den Arzt, sich mit reiner Symptombekämpfung nicht vorschnell zufriedenzugeben. Psychopharmaka wirken relativ global auf den Hirnstoffwechsel; d. h. sie beeinflussen das Geschehen nicht nur spezifisch.

Auch Abläufe im Gehirn, die nichts mit der Psychose zu tun haben, werden beeinträchtigt. So können nicht nur die psychotischen Ängste reduziert sein, sondern die Gefühlswelt insgesamt. Deshalb sind Vor- und Nachteile genau abzuwägen. Während die herkömmlichen Neuroleptika vor allem motorische Nebenwirkungen haben, können die neueren atypischen Neuroleptika dick machen und sexuelle Empfindungen dämpfen.

Zitate

"Mit Neuroleptika beeinträchtige ich die Gefühlswelt meiner Patienten so deutlich, dass ich das nur verantworten kann, wenn ich vorher eine emotional tragfähige Beziehung aufgebaut habe."
Prof. Rüther, Uni Göttingen

"Mit Neuroleptika versuche ich mich abzuschirmen, suche Erleichterung, ohne dass ich mein Verständnis der Psychose und auch mein Selbstverständnis deshalb an der Garderobe des Arztes abgeben muss".
Frau P., Psychose-Erfahrene

"Mit Neuroleptika versuche ich die Symptome zu reduzieren, die anders nicht auszuhalten sind; aber dann fängt meine therapeutische Arbeit, um Verständnis und Orientierung zu ringen, eigentlich erst an."
Dr. A., Psychiaterin


Anregungen für Angehörige

Versicherung

Wenn eine Psychose u. a. eine Verunsicherung des Selbstbewusstseins, vielleicht auch den Verlust von eigenen Grenzen bedeutet, dann macht es keinen Sinn, dass die umgebenden Menschen "selbstlos" handeln. Es ist wichtig, dass Sie zwar Rücksicht nehmen und den anderen immer wieder so selbstverständlich wie möglich einbeziehen, die eigenen Interessen und Gewohnheiten aber nicht völlig aufgeben.

Entwicklung

Wenn eine Psychose auch so etwas ist wie ein Rückgriff auf frühere Entwicklungsstufen, die aktuell (scheinbar) mehr Sicherheit bieten, dann wird auf diese Weise möglicherweise ein tieferer seelischer Konflikt vorübergehend aufgehoben, zugleich aber auch verschärft. Die Gleichzeitigkeit verschiedener physischer und psychischer Entwicklungsstufen bedeutet vor allem für die Angehörigen eine schwierige Balance zwischen den beiden Polen, einerseits Verständnis zu zeigen für kindliche oder pubertäre Bedürfnisse, andererseits die reale Person und seinen realen Entwicklungsstand zu respektieren.

Rätsel

Wenn Psychosen Rätsel aufgeben, so steckt darin auch für die Angehörigen die Chance, mehr über sich, die Wahrnehmungen des anderen und die Bedingungen des Zusammenlebens zu erfahren. Das kann schmerzhaft sein und befreiend. Die psychotische Kommunikation kann der einzige Ausweg aus diesem Dilemma sein. Alle sind gefordert, ihre Wahrnehmung zu vervollständigen und mehr von sich selbst wahr zu machen. Jeweils eigene Fragen und Antworten zu finden, ist sicher nicht leicht. Wechselwirkungen festzustellen, ohne Schuld zu verteilen, ist eine hohe Kunst, die möglicherweise erst mit größerem zeitlichem Abstand gelingen kann.

Existenzsicherung

Wenn eine Psychose zum Verlust der eigenen Grenzen führt, kann das große Gefahr bedeuten. Eher für den Betreffenden selbst, seltener auch für andere. An dieser Stelle ist Gegnerschaft gefordert. Die Orientierung an den Grenzen anderer kann die einzige Orientierung sein. Die Sicherung der eigenen Existenz kann vom Handeln anderer abhängen. Für den anderen Gegner (Gegenüber) zu sein, ohne ihn klein zu machen, ist sehr schwierig. Scheuen Sie nicht, sich Hilfe zu holen.

Dabeisein

Wenn Psychosen mit panischen Ängsten zusammenhängen, so können sich diese quasi durch die Poren auf andere übertragen. Das macht es schwer, Notwendiges zu verwirklichen: Gelassenheit und Geduld, räumliche Geborgenheit, Ruhe ohne neue angstauslösende Reize, körperliche Nähe ohne Grenzüberschreitung, Anwesenheit ohne Forderung ...

Kontakt

Wenn eine Psychose aus menschlicher Isolation erwächst oder wenn sie sich in Isolation verstärkt, so ergibt sich daraus die Notwendigkeit wie auch die Schwierigkeit, den Kontakt zu halten, bzw. herzustellen. Dies geschieht oft in einem langwierigen Ringen. Angehörige sind in dieser Situation besonders wichtig. Auch scheinbar banale Kontakte können dabei wichtig sein, wenn sie "selbstverständlich" sind, auch seltene, wenn sie verlässlich sind. Alltägliche Kontakte zu Nachbarn, Milchmann, Postbote usw. haben den Vorteil, dass sie "ungefährlich" sind. In Psychosen Kontakt zu halten, bzw. zu bekommen, ist schwierig, weil notwendige Nähe und gefürchtete Grenzüberschreitung sehr nah beieinander liegen. In dieser Situation brauchen Angehörige und Profis eine Abstützung in Angehörigen- oder Balint-Gruppen, um den Kontakt zu sich selbst nicht zu verlieren.

Grenzen des Verstehens

Wenn ein Mensch sich in der Psychose unverständlich macht, so schützt er sich damit auch vor dem Verstehen. Gewissermaßen prüft er das Bemühen der anderen um Verständnis und entflieht. Das bedeutet Einsamkeit und Eigenheit/Unangreifbarkeit. Menschen in Psychosen senden somit eine Doppelbotschaft aus, die zutiefst menschlich ist, weil sie letztlich das Spannungsfeld konzentriert, dem wir alle ausgesetzt sind: das Spannungsfeld zwischen dem sozialen Angewiesensein und der unausweichlichen Einsamkeit eines jeden Menschen. Um Verständnis zu ringen, ohne Verstehbarkeit zu fordern, also die Eigenheit des anderen zu respektieren, erfordert eine große Genauigkeit mit sich selbst.



Selbstschutzmaßnahmen

Wenn Sie in eine existenzielle Krise geraten und dabei psychotisch werden, ist es hilfreich, in gewohnter Umgebung zu sein mit Menschen, die Ihnen vertraut sind, ohne allzu viel zu wollen.

  • Es kann hilfreich sein, gewohnte Aktivitäten beizubehalten. Bei depressiven Tendenzen sollten Sie sich für jede kleinste Kleinigkeit, die Sie noch schaffen, loben und belohnen. Vermeiden Sie fremde Maßstäbe, suchen Sie ihre eigenen. Neigen Sie eher zu Manien, versuchen Sie herauszufinden, wie Ungewöhnliches auch im Alltag zu integrieren ist. Immer gilt: Sie müssen ihre eigenen Maßstäbe finden.
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  • Schön ist es, wenn Sie eine neutrale (therapeutische) Person haben, auf deren Beziehungs- und Tragfähigkeit sie sich verlassen können und deren Urteil sie trauen.
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  • Wenn Sie Medikamente brauchen und nehmen wollen, bestehen Sie auf einer sorgfältigen Auswahl und Abstimmung, auch wenn es möglicherweise mehrere Versuche braucht, bis das für Sie passende Medikament und seine optimale Dosierung gefunden ist. Achten sie auf Nebenwirkungen und besprechen Sie alle Reaktionen ihres Körpers mit Ihrem Arzt. Er sollte Ihnen zuhören, auch wenn es lange dauert.
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  • Lassen Sie sich nicht einreden, Ihre Krise sei nur körperlich bedingt, die Psychose nur eine Transmitterstörung. Transmitter sind ein Zwischenglied im komplexen Zusammenhang von Körper, Seele und Geist. Verlangen Sie auch ein Nachdenken über die Hintergründe des aktuellen Konflikts.
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  • Wenn Sie an einer Psychoedukation teilnehmen, hören Sie gut zu: Sie werden entdecken, dass auch das Wissen der Psychiater relativ begrenzt ist. Die wirklichen Antworten lassen sich nicht per Edukation, sondern nur im Dialog finden.
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  • Achten Sie auf die für Sie persönlich wichtigen Frühsignale, lassen Sie sich aber nicht dazu verführen, ständig alarmbereit alles zu hinterfragen und sich zu beobachten. Das verwirrt nur und kann das schönste Leben vermiesen. Suchen Sie Gruppen auf, um gemeinsam auf sich aufzupassen; das macht mehr Spaß. Oder kommen Sie mal ins Psychoseseminar.
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  • Achten Sie auf Ihre Grundbedürfnisse, auf gesundes Essen und Trinken, auf regelmäßigen Schlaf, auf frische Luft.
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  • Versuchen Sie einen Aktivitätsgrad zu finden, der für Sie richtig ist, nicht zu viel und nicht zu wenig. Abwechslung, aber nicht Verwirrung, Beständigkeit, aber nicht Monotonie. Was für jeden ungesund ist, z.B. Schichtarbeit, ist für Sie besonders belastend.
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  • Achten Sie auch bei Kontakten und Beziehungen auf Ihre ganz persönlichen Maßstäbe und Bedürfnisse: Wenige gute Freunde sind besser als viele schlechte. Manchmal kann auch Rückzug schützen; aber ein wenig Austausch braucht wohl jeder. Auch entferntere aber zuverlässige Kontakte können einen halten.

Sie sind ein Mensch mit Bedürfnissen wie jeder andere. Ihr Leben wird Krisen bringen, die nicht zu vermeiden sind. Achten Sie auf sich, seien Sie sich selbst ein Freund, das haben viele Normalos verlernt. Machen Sie sich zum Maßstab, nicht die Psychose.


Quelle bzw. verwendete Texte:

  1. Informationen bei www.medizinfo.de (Pschyrembel)
  2. Psychisch Kranke und Gefahren im Bild der Öffentlichkeit, Prof. Dr. Michael Eink
  3. Es ist normal, verschieden zu sein. Verständnis und Behandlung von Psychosen aus der Sicht von Erfahrenen und Experten, Arbeitsgemeinschaft der Psychoseseminare